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Lavaux, ein geschichtsträchtiger Weinberg

Das vor mehr als 15’000 Jahren entstandene Lavauxgebiet wurde vom Menschen im 12. Jahrhundert aufgebaut. Diese Jahrtausende alte Geschichte verleiht diesem als UNESCO Weltkulturerbe eingetragenen Gebiet eine einzigartige Ausstrahlung. Heute ist die Arbeit der Lavaux-Winzer von Stolz und dem Respekt geprägt, der legendären Gebieten innewohnt.

Geologie

Die einzigartige Landschaft von Lavaux stammt aus der Zeit der Entstehung der Alpenkette vor mehreren Millionen Jahren. Während den Eiszeiten war Lavaux - wie der grösste Teil der südwestlichen Schweiz - vom Rhonegletscher bedeckt. Dessen Rückgang vor 15'000 Jahren hat die steilen Hänge des Rebbergs geschaffen. Diese sind typisch für Lavaux, insbesondere des Rebbergs von Dézaley, dessen Gefälle bis zu 100% betragen kann! Während der Boden des Dézaley-Gebiets eher aus Lehm und Kalkstein besteht, was die Besonderheit dieser Bezeichnung ausmacht, herrscht in Lavaux fossilienreiche Molasse vor. Fundorte aus dem 19. Jahrhundert wiesen hunderte von Pflanzenarten auf, wovon einige der damaligen Wissenschaft völlig unbekannt waren.

Geschichte

Die Steilhänge von Lavaux waren für den Menschen lange Zeit unbebaubar. Rebenbepflanzung wird seit dem 12. Jahrhundert dokumentiert, aber sie dürfte bereits früher bestanden haben. Jedenfalls entstand im 12. Jahrhundert durch das Zusammenwirken der Bischöfe von Lausanne und der Zisterzienser-Mönche das anerkannte Weinbaugebiet Lavaux. Mit der Hilfe der Winzer und Handwerker nahmen sie eine gigantische Arbeit in Angriff, um von Steinmauern gestützte Terrassen zu bauen. Während der Berner Besetzung des Kantons Waadt anerkannten die zuständigen Behörden die Bedeutung der Weinbautätigkeit in Lavaux und machten sie weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

UNESCO

Viele Jahre nach den Bernern unternahm ein Kandidaturkomitee namens AILU die ersten Schritte zur internationalen Anerkennung von Lavaux durch die UNESCO. Nach der Bewertung auf nationaler Ebene deponierte der Schweizer Botschafter das Kandidaturgesuch bei der UNESCO. Experten untersuchten es und übermittelten ihre Bemerkungen der AILU, die die Unterlagen vervollständigen konnte, bevor sie nach Christchurch in Neuseeland geschickt wurden, wo die Sitzung des Kulturkomitees stattfand. Letzteres beschloss, dieses von der Natur geschaffene und vom Menschen ergänzte Kulturerbe in das UNESCO-Programm aufzunehmen. Nach dieser am 28. Juni genehmigten Eintragung bis zu den grossen, am 22. September 2007 in Lavaux organisierten Festlichkeiten feierte eine ganze Region die Anerkennung der ersten Westschweizer Stätte als Weltkulturerbe.

Winzerarbeit

Die Arbeit eines Winzers in Lavaux kann kaum mit derjenigen anderer Winzern in anderen Schweizer Weinanbaugebieten verglichen werden. Die kleinen Rebflächen und deren Steilhänge machen den Einsatz von Maschinen häufig unmöglich. Alles wird von Hand gemacht. Doch hat der Winzer ein paar Tricks auf Lager, um die entlegensten Parzellen zu erreichen: Schwebebahnen, Einschienenbahnen, Standseilbahnen und manchmal Helikopter erstaunen vorbeiziehende Wanderer. Abgesehen von der manuellen Arbeit muss der Winzer das Erbe der Zisterzienser-Mönche aufrechterhalten, die kilometerweise Steinmauern gebaut hatten. Diese Jahrhunderte alten Mauern müssen oft repariert und gefestigt werden.

Die GUB

Als zweitgrösser Schweizer Weinkanton umfasst das Waadtland heute acht geschützte Ursprungsbezeichnungen (GUB) in sechs Weinanbaugebieten. Lavaux ist eine angesehene und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte GUB. Die Region produziert jedoch auch Dézaley und Calamin, ebenfalls mit dem GUB-Label. Dank den Steilhängen, die ein Gefälle von bis  zu 100% aufweisen können, wird Dézaley häufig mit einer Kathedrale verglichen. Seinen lehm- und kalkhaltigen Böden liefern einen einzigartigen Wein und eignen sich besonders gut für den Anbau der Chasselas-Traube. Diese mehrheitlich in der Gegend vertretene Rebsorte ergibt trockene Weissweine, die besonders als Aperitif- oder Begleitwein für feine Gerichte geschätzt werden. Die winzige Bezeichnung Calamin (kaum 16 ha) ist so rar wie wertvoll. Ausgeprägte Chasselas-Weine finden dort ein bevorzugtes Terrain.

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